Wir alle wissen, dass beim Hundetraining die Leckerlis eine entscheidende Rolle spielen. Sie sind die perfekte Belohnung, um gewünschtes Verhalten zu verstärken und deinen Hund zu motivieren. Allerdings finde ich, dass sich nicht jedes Fertigprodukt aus dem Handel dafür eignet. Einige enthalten Zucker, sie sind zu weich oder zu hart, zu groß oder zu klein.
Um unseren beiden Hundedamen etwas Abwechslung und eine möglichst gesunde Alternative zu bieten, habe ich dieses Mal die Trainingsleckerlis selbst gebacken. Vorteil: Ich weiß, was drin ist und die beiden lieben die Leckerlis abgöttisch.

Gesunde Trainingsleckerlis für Hunde – die Vorteile
Diese Trainingsleckerlis haben gleich mehrere Vorteile: Du kannst sie genau auf die Bedürfnisse deines Hundes abstimmen, die Größe perfekt anpassen und sicherstellen, dass sie leicht zu kauen sind. Denn beim Training kommt es darauf an, dass dein Hund die Belohnung schnell fressen kann, ohne aus dem Lernfluss zu kommen. Zudem weißt du genau, welche Zutaten enthalten sind – ideal für Hunde mit Allergien oder empfindlichem Magen.
Ich habe für das Rezept Hafermehl aus Haferflocken verwendet, da diese auch für Hunde sehr gesund sind. Sie sind leicht verdaulich, haben einen hohen Proteingehalt, viele Ballaststoffe, sind reich an Mineralstoffen, Spurenelementen und ungesättigten Fettsäuren. Das für das Rezept benötigte Mehl lässt sich schnell mithilfe eines Blenders* oder eines Pürierstabs mit Häcksleraufsatz* aus den Haferflocken herstellen.

Die perfekten Trainingsleckerlis
Kochutensilien
- 1 Handrührgerät mit Knethaken
- 1 Rührschüssel
- 1 Küchenwaage
- 1 Teigroller
- 1 Ausstechform Knochen
- 1 Blender
- 1 Pürierstab mit Häcksler
Zutaten
- 60 Gramm Leberwurst
- 75 Gramm Hüttenkäse (körniger Frischkäse)
- 150 Gramm Hafermehl (aus Haferflocken)
- 1 EL Hafermehl zum Mehlen der Arbeitsplatte
- 2 EL Rapsöl
- 1 TL Rote Bete Pulver optional
Anleitung
- Haferflocken in einen Häcksleraufsatz für den Pürierstab geben und zu Hafermehl verarbeiten.
- Die Zutaten bereitstellen.

- Den Backofen auf 160°C Umluft (180°C Ober-/Unterhitze) vorheizen.
- 60 Gramm Leberwurst, 75 Gramm Hüttenkäse und 2 EL Rapsöl in eine Rührschüssel geben.

- Die Zutaten mit dem Handrührgerät gut miteinander verrühren. Roter Teig: Achtung! Wenn du zwei Teige in zwei Farben machen möchtest, dann nimm die Hälfte der Masse aus der Schüssel und stelle sie zur Seite.

- Roter Teig: Gib zu der anderen Hälfte das Rote Bete Pulver und verrühre es gut.

- Roter Teig: Wenn du zwei Farben machst, dann gib zu jedem Teig 75 Gramm Hafermehl hinzu und knete ihn bis ein geschmeidiger Teig entstanden ist.Wenn du nur eine Teigmasse machst, dann gib nun 150 Gramm Hafermehl löffelweise hinzu bis ein geschmeidiger und gut knetbarer Teig entstanden ist.

- Nimm nun etwas von dem Teig ab und rolle ihn zu einer langen Wurst mit ca. 0,5 cm Durchmesser. Schneide den Teig in ca. 0,5 cm dicke Scheiben.

- Gib die Teigscheiben auf ein mit Backpapier belegtes Backblech. Das machst du mit dem gesamten Teig.

- Die Leckerlis in den vorgeheizten Ofen schieben und ca. 15–18 Minuten backen.
- Bei dieser Größe und Einhaltung der Backzeit sollten die Leckerlis eigentlich nach dem Abkühlen trocken sein. Wenn dies nicht der Fall ist, alle Trainingsleckerlis auf ein Blech geben und im Backofen bei 50℃ trockenen lassen. Hierfür bitte einen Kochlöffel in die Tür stecken, damit die Feuchtigkeit entweichen kann.
Aufbewahrung der Trainingsleckerlis für Hund
Ein unschlagbarer Vorteil neben dem Geschmack ist die Haltbarkeit. Wenn ich die Leckerlis für meine Fellnasen backe, dann mache ich meist die doppelte Portion. Ich bewahre sie einfach in Butterbrot-Tüten auf. Die bekommst du in fast jedem Supermarkt oder in deiner Drogerie. Da die Leckerlis durch das Backen getrocknet sind, halten sie bis zu 6 Wochen.
Alternativ könntest du sie portionsweise einfrieren. Wichtig ist allerdings, dass du sie zum Auftauen auf ein Backblech legen und nicht im Gefrierbeutel lassen solltest, dann läufst du Gefahr, dass sie Feuchtigkeit aufnehmen.
Jetzt wünsche ich dir richtig viel Spaß beim Backen und beim Trainieren.
Deine
Vanessa
Auch für das Training geeignet







danke für das Rezept 🙂
eine Frage
handelt es sich bei der Leberwurst um Hundeleberwurst aus dem Tierladen oder um normale?
LG
kim
Liebe Kim,
gern geschehen ☺️.
Da die Hunde ja nicht Unmengen von den Leckerlis essen, nehme ich immer normale Leberwurst. Also die feine, die wir uns auch aufs Brot schmieren.
Liebe Grüße
Vanessa
Hallo,
unser Hund liebt die Leckerlis. Wir kämpfen allerdings mit dem Teig, der sieht bei mir nicht so geschmeidig aus, wie bei dir. Eher bröckelig und das bleibt er auch bei Uugabe von Flüssigkeit. Hast du da einen Tipp?
LG Kaja
Hallo Kaja,
oh nein, Teig der nicht geschmeidig ist, ist immer etwas frustrierend. Wichtig ist ihn lange und gut zu kneten. Wenn er zu trocken ist, Wasser hinzu oder noch einen Schuss Öl.
Solltest du ihn nicht zu einer langen Schlage verarbeiten können, dann mach doch einfach andere Kekse draus. Meinen Hunden schmeckt es immer auch wenn das Ergebnis nicht die Form hat die es ursprünglich haben sollte.
Sollte es nicht funktionieren – aus was für Gründen auch immer (manchmal ist es etwas schwieriger einen geschmeidigen Teig aus Haferflocken hinzubekommen), nutze Buchweizenmehl oder wenn dein Hund es verträgt einfach Dinkelmehl.
Ich hoffe sehr, dass du einen knetbaren Teig hinbekommst.
Ich wünsche dir noch einen schönen Sonntag und ein stressfreies Silvester.
Vanessa, Piper und Calea